Potential Induced Degradation (PID) ist ein wesentliches Zuverlässigkeitsproblem in Photovoltaik-Kraftwerken (PV). Es ist von entscheidender Bedeutung, die Anfälligkeit von Produkten für PID bereits in einer frühen Phase des Produktionsprozesses zu bewerten. Das PIDcon-System wurde entwickelt, um Herstellern dabei zu helfen, ihre Produkte zu testen und Verkapselungsmaterialien so früh wie möglich in der Produktionskette zu bewerten.

PIDcon ermöglicht die routinemäßige Qualitätskontrolle für Standard-Produktionszellen, die Prüfung neuer Prozesse, Material- oder Schichtvariationen sowie die Qualifizierung für verschiedene Schritte der Modulproduktion. Die hier gemeinte PID beinhaltet die Kurzschaltung von Solarzellen, verursacht durch hochspannungsbedingte Leckströme (PID-s).

Der Aufbau des PIDcon entspricht nahezu dem IEC-Standard (siehe Abbildung 1). Der Probenaufbau, bestehend aus einer Solarzelle, einer EVA-Folie und Glas, simuliert ein Solarmodul. Diese Methode ermöglicht die Prüfung sowohl von Solarzellen als auch von Verkapselungsmaterialien. Abbildung 2 veranschaulicht eine typische PIDcon-Messung einer PID-empfindlichen Solarzelle.

Wesentliche Vorteile des PIDcon gegenüber herkömmlichen Modultests

  • Keine Klimakammer erforderlich

  • Frühzeitige Messung in der Produktionskette

  • Geeignet sowohl für die Forschung als auch für die routinemäßige Qualitätskontrolle in der Produktion

  • Kurze Testdauer (typischerweise 4 bis 8 Stunden)

  • Messung und Aufzeichnung des Shunt-Widerstands mit Abschätzung des Leistungsverlusts


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