Die Photoleitfähigkeit, die in engem Zusammenhang mit der Diffusionslänge steht, wird durch Mikrowellenabsorption während und nach der Anregung mit einem rechteckförmigen Laserpuls gemessen. Abbildung 1 zeigt das Messprinzip für MDP- und MD-PICTS-Messungen.
Erzeugung freier Ladungsträger
Fallen werden mit Ladungsträgern gefüllt
Rekombination freier Ladungsträger
Thermische Reemission von gefangenen Ladungsträgern
zeitlich verschobene Rekombination der reemittierten Ladungsträger
In einem frequenzstabilen Mikrowellengenerator wird eine Mikrowelle mit etwa 10 GHz erzeugt und in einen Referenz- und einen Messteil aufgeteilt. Mit einem Dämpfungsglied lässt sich die Leistung einstellen, die typischerweise im Bereich von 1 bis 100 MW liegt. Die Probe befindet sich direkt außerhalb des Resonators und ist Teil des Messsystems. Eine spezielle Blende in der Hohlraumwand ermöglicht es dem Mikrowellenfeld, in die Probe einzudringen. Somit beeinflusst die komplexe Dielektrizitätskonstante der Probe die Resonanzfrequenz und die Verlustcharakteristika des Hohlraums. Die Mikrowellenabsorption durch überschüssige Ladungsträger wird mit einem IQ-Detektor erfasst. Die Probe wird auf einen x-y-Tisch gelegt, was theoretisch jede Probengröße zulässt und die Bewegung der Probe in der x-y-Ebene ermöglicht. Für temperaturabhängige MD-PICTS-Messungen muss die Probe Teil eines Kryostatsystems sein, sodass die Probengröße derzeit begrenzt ist; abgesehen davon handelt es sich jedoch im Prinzip um dasselbe Messsystem.